GOTHIC-PIONIER IAN ASTBURY WURDE 60

GOTHIC-PIONIER IAN ASTBURY WURDE 60

Ian Astbury, Sänger von The Cult, wird am 14. Mai 60 Jahre alt. Er ist eines der Gesichter der Achtziger, die für eine sich aus dem Post Punk entwickelnde Dark-Rock-Szene standen. Astbury und seine gemeinsam mit dem Gitarristen Billy Duffy geschriebenen Songs prägten das, was sich später Gothic nannte, maßgeblich.
1981 wurden Southern Death Cult gegründet, die sich binnen kürzester Zeit zu einem Post-Punk-Geheimtipp entwickelten. 1983 folgten Death Cult, aus denen schon ein Jahr später The Cult wurden. Mit “She Sells Sanctuary“ hatten die Band 1985 in Großbritannien ihren ersten Mini-Hit (#15), sie konnte ihren internationalen Durchbruch aber erst mit trockenen Hard-Rock-Produktionen Ende der Achtziger feiern. Anfang der Neunziger wurden The Cult noch härter, kehrten aber gleichzeitig wieder stärker zur Melancholie zurück. Schon 1994 der nächste Bruch, als mit THE CULT ein wirres Alternative/Crossover/Grunge-Album herauskam.
Die Band löste sich nach Zerwürfnissen zwischen Duffy und Astbury mehrfach auf, kam allerdings jedesmal zurück und erfand sich zum Teil neu.
Astbury litt unter Alkohol- und Drogensucht, was ihn nicht nur musikalisch verunsicherte, sondern auch sein Privatleben erschütterte.
Der Versuch, sich mit den Holy Babrians von der The-Cult-Übermacht zu lösen, misslang und wird in der Rückschau eher wie Astburys künstlerischer Hilferschrei gewertet.
Astbury, der ab dem elften Lebensjahr für eine länger Zeit in Kanada lebte, entwickelte eine starke Affinität zur Kultur der indianischen Völker, was sein musikalisches Schaffen fortan beeinflusste.

Ian Astbury, lead singer of The Cult, turns 60 on May 14. He is one of the faces of the Eighties, representing a Dark Rock scene that evolved from Post Punk. Astbury and his co-written songs with guitarist Billy Duffy were instrumental in shaping what later became known as Goth.
In 1981, Southern Death Cult was formed, and within a short time they became a Post Punk staple. In 1983 Death Cult followed, which became The Cult just one year later. With "She Sells Sanctuary" the band had their first mini-hit in the UK in 1985 (#15), but they could only celebrate their international breakthrough with dry Hard Rock productions in the late eighties. At the beginning of the nineties, The Cult became even harder, but at the same time returned more strongly to melancholy. Already in 1994 the next break, when with THE CULT a confused Alternative/Crossover/Grunge album came out.
The band broke up several times after disagreements between Duffy and Astbury, but came back each time and partly reinvented themselves.
Astbury suffered from alcohol and drug addiction, which not only unsettled him musically, but also shook his personal life.
The attempt to break away from the The Cult supremacy with the Holy Babrians failed and is rated in retrospect more like Astbury's artistic cry for help.
Astbury, who lived for an extended period in Canada from the age of eleven, developed a strong affinity for the culture of Native American peoples, which influenced his musical output from then on.
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